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Kaiserschnitt
In welchen Fällen ist dieser Eingriff nötig?
Heute kommt
fast jedes sechste Baby durch Kaiserschnitt auf die Welt. Risiken
für die Geburt werden durch Vorsorgeuntersuchungen bereits
während der Schwangerschaft erkannt. Ein Kaiserschnitt ist
nötig:
- wenn das innere Becken der schwangeren Frau im Verhältnis
zur Größe des Kindes zu klein ist
- wenn die Mutter eine schwere Schwangerschaftsvergiftung (Gestose)
hat, an einer aufsteigenden Infektion, Fieber oder an Zuckerkrankheit
leidet
- wenn die Plazenta zu tief oder direkt vor dem Muttermund sitzt
oder sich vorzeitig ablöst
Aber auch während der Entbindung können sich für
die Ärzte wichtige Gründe ergeben, zu operieren:
- wenn die Nabelschnur abgeklemmt ist und das Baby dadurch in Sauerstoffnot
gerät
- wenn der Kopf des Babys im Geburtskanal steckenbleibt oder die
Mutter wegen einer Wehenschwäche keine Kraft mehr hat, die
Entbindung bis zum Ende durchzustehen.
Umstritten ist die Entscheidung für einen Kaiserschnitt, wenn
das Baby mit dem Kopf nach oben in der Gebärmutter liegt. Erfahrene
Geburtshelfer können das Kind bei dieser so gennanten Steißlage
auch auf normalem Weg zur Welt bringen.
Anästhesiemittel werden heute fein dosiert und differenziert
eingesetzt. In den ersten Minuten der Operation leistet der Anästhesist
Präzisionsarbeit, damit das Kind nicht mit betäubt wird.
Die Narkose vertieft er erst, wenn die Nabelschnur abgetrennt ist.
Die Mutter erwacht kurz nach dem Kaiserschnitt wieder aus der Vollnarkose
und ist nicht - wie früher - einige Tage vollkommen erschöpft.
Fast jede zweite Schwangere entscheidet sich für eine örtliche
Betäubung, die so genannte Periduralanästhesie. So ist
sie wach und kann ihr Baby nach der Geburt sehen, bevor der längste
Teil des Kaiserschnitts, das Vernähen der Wunde, beginnt.
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