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Stillen
Die Muttermilch enthält alle Vitamine für Ihr Baby und verhindert Allergien

Heute weiß man, dass praktisch jede Frau ihr Kind stillen kann, wenn sie das will, wenn sie richtig informiert ist und wenn sie in der Entbindungsklinik und in den Wochen nach der Entbindung von Ärzten, Hebammen und Schwestern unterstützt wird.
Die Muttermilch enthält für die Entwicklung des Babys viele wichtige Substanzen.
Folgende Regeln sollte die Mutter für das Stillen beachten:

Möglichst früh zum ersten Mal stillen: Das Baby kommt mit einem angeborenen Saugreflex zur Welt. Wenn es noch im Kreißsaal an beiden Brüsten trinken darf, besteht keine Gefahr, dass es das Trinken „wieder verlernt" - und nur das Trinken regt die Brust zur weiteren Milchbildung an. Außerdem erhält das Baby beim ersten Anlegen die besonders wertvolle Vormilch.

Stillen, wann immer das Baby Hunger hat: Selbst wenn es in der Klinik immer noch einen starren Zeitplan gibt - zu Hause sollte die Mutter ihr Baby selbst entscheiden lassen, wann und wie viel es trinken will. Nach einiger Zeit spielt sich dann von selbst ein bestimmter Rhythmus ein.

Das Baby bei jedem Stillen an beide Seiten anlegen: So werden beide Brüste in kurzen Abständen zur Milchbildung angeregt. Die erste Brust darf das Baby leer trinken. Nach zehn bis zwanzig Minuten (in den ersten Tagen schon früher) wird es von der Brust gelöst, in dem die Mutter ihren Zeigefinger zwischen Mundwinkel und Brustwarze schiebt. Dann darf sich das Baby an der anderen Brust satt trinken. Auf dieser Seite beginnt dann die nächste Mahlzeit.

Mutter und Baby brauchen zum Stillen Zeit und Ruhe: Das Stillen klappt nicht, wenn die Mutter nervös, gestresst oder überängstlich ist. Vor allem macht es die Mutter nervös, wenn sie ihr Baby - wie man ihr das vielleicht empfohlen hat - vor und nach dem Stillen abwiegt. Das Baby regelt durch sein Trinken die Milchproduktion - wenn man in dieses Zusammenspiel eingreift, entstehen Probleme. Man sollte überschüssige Milch nicht abpumpen: Dadurch täuscht man der Brust nur ein viel größeres Kind vor, und sie produziert noch mehr Milch.

Auch sollte man nicht sofort mit Fläschchen zufüttern, wenn das Baby einmal nicht ganz satt geworden ist (dadurch fehlt der Brust der Saugreiz, und es wird noch weniger Milch gebildet). Um die Milchmenge zu steigern, gibt es nur ein Rezept: häufiger anlegen.

 

 

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