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Wochenbett
Was im Körper der Frau geschieht, wenn die Geburt vorbei ist

Bis sich der Organismus der jungen Mutter nach der Geburt wieder völlig auf „nicht schwanger" umgestellt hat, vergehen sechs bis acht Wochen. Was geschieht in dieser Zeit im Körper der Frau?
Die Gebärmutter wird kleiner. Ein paar Stunden nach der Geburt ist die Gebärmutter nur noch so groß wie eine Grapefruit. Erst nach etwa sechs Wochen hat sie ihre ursprüngliche Größe (etwa wie eine Erwachsenenfaust, es gibt individuelle Unterschiede) wieder erreicht. Nach der Geburt gehen Blut, Wundsekret und Gewebeteilchen ab, der sogenannte Wochenfluss. Er hat zu Beginn die Stärke einer normalen Monatsblutung, ist bei den meisten Frauen bereits nach einer Woche nur noch schwach und von gelbbräunlicher Farbe und hört nach drei bis sechs Wochen ganz auf.
Die Milch „schießt ein". Je früher das Kind zum ersten Mal an der Brust saugen darf - am besten geschieht das noch im Kreißsaal -, desto früher und einfacher kommt die Milchbildung in Gang. Je früher das Baby angelegt wird, desto weniger schmerzt es, wenn die Milch zu fließen beginnt. Das ist bei den meisten Frauen etwa um den dritten Tag nach der Geburt der Fall. Keine Angst, das Baby verhungert nicht bis zu seiner ersten Milchmahlzeit. Hilfe beim Anlegen geben gern die Hebammen und Schwestern.
Der Körper schaltet wieder auf „nicht schwanger" um. In den ersten Tagen nach der Geburt wird ein großer Teil des während der Schwangerschaft gespeicherten Wassers wieder ausgeschieden-die Frau verliert oft jetzt schon bis zu fünf Kilogramm Gewicht und schwitzt deshalb mehr als sonst.
Die Bauchdecke strafft sich langsam wieder. Scheide und Schamlippen erholen sich von den Belastungen durch die
Geburt, dazu brauchen sie vier bis acht Wochen. Scheide und Scheideneingang bleiben nach einer Geburt aber immer etwas weiter, als sie vor der Schwangerschaft waren. Der Muttermund schließt sich im Lauf von zwei bis vier Wochen nach der Geburt des Kindes. Die erste Monatsblutung lässt dagegen noch länger auf sich warten: Nach zwölf Wochen haben erst 33 Prozent der stillenden und 91 Prozent der nicht stillenden Frauen wieder die erste Regel.

 

 

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